Ping,…

… Pong.

Lange war es ruhig hier. In absehbarer Zeit wird sich daran auch nichts ändern. Kommentare und Trackbacks werden abgeschaltet . Der Blog des WWWorker geht auf unbestimmte Zeit in Hibernation. Ob und wie er wieder geweckt wird, steht noch nicht fest.

Filmtipps: The Prestige & Children of Men

The Prestige und Children of Men. Anschaun!

Prestige erzählt die Geschichte zweier Getriebener. Einer zerstört sich selbst, der andere reißt seine Umgebung mit sich. Ein hervorragender Christian Bale und, man höre und staune, Hugh Jackman aka Wolverine in einer Charakterrolle spielen die tragischen Helden, Michael Caine mimt den involvierten Erzähler. Bitte, Mr. Jackman, mehr davon!

DVD, Buch, Soundtrack.

In ein paar Jahrzehnten ist auch der letzte Mensch gestorben, und danach… Theo Faron (Clive Owen) lebt in dieser Welt, entflieht ihr immer wieder zu seinem alten Freund Jasper Palmer (schon wieder Michael Caine) um in Ruhe einen zu rauchen. Er wird in ein Katz- und Mausspiel um die erste Schwangerschaft seit zwei Jahrzehnten verwickelt und muss die Mutter, das Kind und sich selbst vor Soldaten und Milizionären schützen. Die vorletzte Szene, in der Theo und Kee aus dem beschossenen Haus gehen, entspricht genau der Haltung beider Fraktionen und ist für mich das Highlight des Films.

DVD, Buch (Titel der deutschen Ausgabe: Im Land der leeren Häuser), Soundtrack.

Online ist jeder Freiwild

Die “Sperre” durch den Kernbereichsschutz betrifft vorrangig nur die Frage, ob die behördliche Maßnahme in einem Bereich stattfindet, der erhöhte Schutzanforderungen begründet, weil sich der Bürger dort besonders “sicher” sein darf, unbeobachtet zu agieren: Das wäre der Fall in der Privatsohnung oder - abgestuft - bei der Telekommunikation. Aktionen “mit” oder “auf” einem Computer, der an das Internet angeschlossen ist, zählen nicht dazu. Die zahlreichen Risiken, die heute mit der Internetnutzung erkennbar verbunden sind “holen” einen solchen Rechner aus dem “Kernbereich” heraus und machen ihn - grundrechtlich gesehen zur “Sozialsphäre”.

Diese Überlegungen führen letztendlich dazu, dass jemand, der private Daten auf seinem Rechner, der auch mit dem Internet verbunden ist, speichert, keinerlei Kernbereichsschutz für diese Daten in Anspruch nehmen kann. Datenschutz und Privatsphäre wären dann nur für jene noch eine Option, die sich selbst darum kümmern können – der vielfach angeführte DAU (Dümmster Anzunehmender User) wäre selbst schuld, wenn seine Daten ausspioniert werden.

#

Gummigeschosse und Gutmenschtum

“Wir werden einen sicheren Kommunikationsraum im Internet schaffen”, erklärte der CDU-Politiker im Rahmen der in diesem Monat auslaufenden deutschen EU-Präsidentschaft. Der Austausch über das Netz müsse so vertrauenswürdig werden “wie heute die Papierpost”.

#

SZ: Noch einmal: Kann ein Gummigeschoss, dass einen Demonstranten am Kopf trifft, diesen töten?

Wendt: Nein. Ein solcher Fall ist nicht bekannt.

#

Der Neuen Osnabrücker Zeitung sagte Lehmann, er habe Schäuble “seit Jahrzehnten als erfahrenen, besonnenen Politiker” erlebt. “Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser Mann leichtsinnig handelt.”

#

Bisher habe ich zur Diskussion im die “Innere Sicherheit” nichts geschrieben. Ich bin weiß Gott kein Experte, und ich verfolge auch nicht alle Meldungen zum Thema — was sich nach diesen drei Zitaten ändert.

Fachtag Generation 2.0

Es hat sehr viel Spaß gemacht und sowohl das Feedback der Teilnehmer als auch der Veranstalter war sehr gut. Vielen Dank Euch allen!

Wie versprochen hier die Folien (PDF, 9MB). Der Workshop wurde per Camcorder aufgezeichnet, ob und wann es davon etwas online gibt, kann Euch der LJR Niedersachsen sagen.

Wesentlich ausführlicher und vollständiger ist meine Diplomarbeit zum Thema Tagging (PDF, 2MB).

PS: Boah. Ich sitz’ ja echt neben dem Schockwellenreiter ;)

Sascha neben Jörg... OMGWTFBBQ

[Siehe den Bericht vom Fachtag auf dem Jugendserver Niedersachsen]

Plazes - Right Plaze, Right People, Right Time

Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag Hinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag.

Plazes ist mit einer neuen Website online gegangen, Grund genug das deutsche Start-Up, das im Februar Venture Capital in Höhe von 2,7 Millionen € aufnahm, näher zu beleuchten. Mit diesem Geld im Gepäck ging man zu Adaptive Path und baute die neue Website.

Wem Adaptive Path nichts sagt: Das ist das Unternehmen, das im Februar 2005 den Rummel um Ajax auslöste.

Vor diesem Hintergrund bin ich von der neuen Plazes-Version etwas enttäuscht. Ich hätte deutlich mehr “BAAM” erwartet.

Auch was die Funktionalität angeht, macht Plazes eher kleine Schritte:

What’s new?
  • Let your friends know what you are doing at a Plaze
  • Add past and future Plazes
  • Join or create Plazes Groups around events, activities or interests

Man hat im Plazr (die Desktop-Applikation, mit der man seinen aktuellen Standort an Plazes übermittelt) also ein neues Eingabefeld “What are you doing”. Klingt für mich ein bisschen wie der Versuch, den Twitter-Hype zu Plazes zu übertragen — aber vielleicht sehe ich das ja auch zu eng. Es gibt bestimmt Plazes-Nutzer, die das toll finden ;)

"What you are doing?" wird man twitteresque von Plazes gefragt.
“What you are doing?” wird man twitteresque von Plazes gefragt.

Die Funktion “Future Plazes” hingegen finde ich klasse. Das ist so eine Art Reiseplaner, zumindest würde ich das so benutzen: “Am 14.06.2007 werde ich in X sein und Y tun.”. Gute Idee!

Plazes scheint meine tatsächlichen “Past Plazes” vergessen zu haben, also ist es doppelt konsequent eine Möglichkeit anzubieten, “Past Plazes” einzutragen ;)

Die dritte neue Funktion sind Benutzergruppen. Haut mich jetzt auch nicht so vom Hocker, aber schön, dass es jetzt geht.

In der Liste fehlt noch ein Hinweis auf die Möglichkeit, den aktuellen Standort, äh, Plaze, über die Website selbst zu melden. Das ging früher nicht. Super, dann brauche den Plazr nicht mehr. Wieder ein Icon in der SysTray weniger ;)

Die "Add Future Plaze"-Funktion von Plazes passt nicht mehr auf einen Monitor mit 1024er Auflösung.
Die "Add Future Plaze"-Funktion von Plazes passt nicht mehr auf einen Monitor mit 1024er Auflösung.

Ehrlich gesagt, ich hatte mehr erwartet. Abgesehen davon, das Plazes einen großen Monitor braucht und drei neuen Funktionen hat, fehlt mir weiterhin die Killerapplikation. DEN Grund, Plazes zu benutzen, habe ich bisher nicht gefunden.

PS: Stilecht hinterlässt man beim Besuchen eines Plazes eine Traze. Langsam geht mir das Web2.0-Wording auf die Nerven ;)

Gone fishing

Fachtag Jugendinformation “Generation 2.0” (Flyer).

IxDA Discussion: New beta.ixda.org ready for community to use and evaluate

IxDA Discussion: New beta.ixda.org ready for community to use and evaluate It’s with great excitement that the IxDA Board of Directors announces the availability of the beta version of a new IxDA community experience.

Particals Screencast

Bei Youtube gibt es eine Demo bzw. ein Screencast von Particls.

Particls - Nachrichten auf den Punkt

Particls, ein Dienst, der seit einem Jahr in einer privaten Beta-Version gestestet wurde, traut sich nun, öffentlich live zu gehen.

Ziel der Anwendung ist es, den aus Feeds einströmenden Informationsfluss einzugrenzen und so dem Nutzer Zeit zu sparen. Die gesparte Zeit zeigt es denn auch stolz an…:

Die durch Particls "gesparte" Zeit.

Particls zeigt die Nachrichten in einem Ticker an. Außerdem gibt es Peebles, eine Popup-Funktion, sowie einen RSS-Feed. Für alle drei Flüsse kann man einstellen, welche Nachrichten dort erscheinen sollen, kategorisiert nach Wichtigkeit.

Schließlich kann Particls den eigenen Computer nach Informationen scannen, die es benutzt, um die Gewichtung zu verbessern. Wie genau das funktioniert, verrät es leider nicht. Gescannt werden die Browserhistory (es werden alle Feeds der Seiten in der History übernommen) sowie die Eigenen Dateien. Wonach dort gesucht wird, ist mir noch nicht klar.

Branden kann man Particls auch. Dazu verändert man das Aussehen der Anwendung, bestimmt Farben, Schriften und Logos und gibt Feeds bzw. Stichworte vor. Das fertige Package stellt Particls dann zum Download bereit. Wer so ein gepimptes Particles testen möchte, bitte sehr.

Im Grunde, soweit ich es bis jetzt beurteilen kann, ist Particls ein Filter, der nach unbekannten Kriterien Nachrichten aus Feeds in verschiedenen Kanälen anzeigt. Michael Arrington beschreibt Particls so:

Think a smart RSS reader that scrolls on your screen. #

Und das ist dann wohl auch schon alles, was Particls ist. Abgesehen natürlich davon, dass es mich unterbricht. Ich möchte keinen Ticker und keine Popups. Wenn ich Nachrichten lesen will, dann zu dem Zeitpunkt, der mir genehm ist. Genau das findet auch M. A.:

Whilst the technology behind Particls alone should make for a compelling service, the format is not going to be for everyone. Tickers are a love them/ hate them thing with little middle ground.

Was M. A. an der Technologie so toll findet, entgeht mir allerdings.

[via CleverClogs: Share your daily stream of feeds and keywords: creating a Particls inTouch badge]

PS: Auf dem Radar sollte man vielleicht APML behalten:

The idea is to boil down all forms of Attention Data – including Browser History, OPML, Attention.XML, Email etc – to a portable file format containing a description of ranked user interests.